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Warum ein Besuch beim Hundefriseur kein Luxus ist

Hundefell

Fell als Spiegel der Gesundheit – Wann sich der Weg zum Hundefriseur lohnt

Waldems-Esch/Hallerndorf. 01.04.2016. Haarige Zeiten für Hundebesitzer – Vermehrt im Frühling und im Herbst findet der natürliche Fellwechsel bei Hunden statt. Doch anstatt nur die Haare aus der Wohnung zu entfernen, lohnt es sich, auch einen Blick auf den Hund zu richten: Hundefell ist ein unterschätzter Indikator für die Gesundheit des Vierbeiners. Vielmals wird unterschätzt, dass viele Hunderassen Unterstützung bei der Fellpflege benötigen. Kompetent helfen kann ein Hundefriseur, der mit den Grundlagen des Trainings vertraut ist.

Hunde heute sind keine Wildtiere. Durch Zucht wurden Hunde so geformt, dass sie an unsere Lebensbedingungen zwischen Wohnzimmerklima und Waldspaziergang angepasst sind. Deshalb benötigen viele Rassen eine Fellpflege. Das Fell sollte Glanz besitzen, robust sein und Schutz bieten. Fellveränderungen lassen oft Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Hundes zu und die Behaarung kann viel über die „inneren Werte“ wie etwa den Stoffwechsel des Hundes verraten. Anzeichen für einen überfälligen Termin beim Hundefriseur können sein, wenn die Unterwolle zu sehen ist, der Hund extrem haart oder das Fell beginnt, Verfilzungen zu bilden. Das Fell des Hundes sollte auch keinerlei Behinderung an seine Sinne oder körperliche Bewegung darstellen. „Ich habe schon häufig erlebt, dass Hunde einfach nichts sahen, weil die Haare die Augen überdeckt haben. Zu lange Haare können auch das Auge reizen und Entzündungen mit sich bringen. Zu massive Fellknoten in den Pfoten können das Laufen beeinträchtigen und Gangprobleme verursachen.“ berichtet Hundefriseur und Hundeerzieher/Verhaltensberater (IHK) Tobias Bachmann. „Es spricht nichts dagegen, sich einem reinen Fellproblem mit Equipment aus dem Fachhandel zu nähern. Allerdings ist hier auf die richtige Anwendung für den richtigen Felltyp zu achten, um dem Fell nicht zu schaden oder dem Hund sogar Schmerzen zuzufügen“, erklärt Tobias Bachmann.

Kompetent beraten für die Optik und Gesundheit des Fells kann ein Hundefriseur. Da „Hundefriseur“ keine geschützte Berufsbezeichnung ist, sollten Hundebesitzer im Freundeskreis nach Empfehlungen fragen und auf die Zertifizierung und regelmäßige Weiterbildungen ihres Hundefriseurs achten. „Ein Hundefriseur sollte auf jeden Hund speziell eingehen, er sollte sich mit Körpersprache auskennen und insbesondere die Grundlagen des Trainings verstehen“, sammelt Bachmann. „Im Fokus steht natürlich das handwerkliche Können. Der Erstkontakt ist in der Regel ein Telefonat, in dem geklärt wird um welche Rasse es sich handelt und welche Vorerfahrungen der Hund hat“. Während der Behandlung sollte dem Hund Zeit gegeben werden, sich mit der Umgebung vertraut zu machen. Über all die Arbeitsschritte hinweg soll kein Druck auf den Hund ausgeübt werden – Belohnungen im richtigen Moment machen es für den Hund interessant und angenehm, auf dem Frisiertisch zu stehen. Die Grenzen des Hundes sollen erkannt und akzeptiert werden. „In der Regel ist das Limit für die Hunde meiner Erfahrung und Ermessens nach ca. eine bis eineinhalb Stunden mit Baden. Für mich als Inhaber eines Salons steht hier das Wohl des Tieres an erster Stelle. Ich bin stets bemüht, den Hund so gut wie möglich und so schnell wie möglich zu versorgen“, so Tobias Bachmann. Mit der richtigen Vorbereitung kann ein Besuch beim Hundefriseur für Hund und Mensch durchaus angenehm sein. „Manche Hunde reißen sich nach einigen Terminen förmlich darum, sich auf den Tisch zu stellen“.

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